Werkzeug für Bremsanlage

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Newbuggy
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Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon Newbuggy » Mi 21. Nov 2012, 19:13

Ich starte mal ein neues Thema:

Werkzeuge für die Bremsanlage

Da hier diverse Spezialgeräte gut wären, bitte Empfehlungen abgeben.

Und gleich die erste Frage zu den Bremsendienstschlüsseln:

Welche Maulweiten sind für die Bremsanschlüsse beim Käfer notwendig?

Gruss Alex

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon buggycollector » Mi 21. Nov 2012, 20:52

Was meinst du mit Spezialgeräten? Ich wüßte jetzt nix, was nicht sowieso jeder im Werkzeugkasten hat. Außer vielleicht den offen Ringschlüssel (Bremsleitungsschlüssel) in 10/11. Oder was meinst du?
Gruß Holmer

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon Newbuggy » Do 22. Nov 2012, 16:21

Bremsleitungsschlüssel


... zu Beispiel! Manche Dinge haben ja verschiedene Namen. Ein Anbieter nennt sie "Bremsendienstschlüssel".

Aber zur Frage:
Reicht Grösse 10 + 11 für alle Bremsleitungs-Anschlüsse beim Käfer? Und reicht einer oder braucht man mehrere zum Gegenhalten.
Blöd wenn ich bei der Montage feststelle das einer fehlt!

Ein weitere Punkt ist die Bremsentlüftung.
Praktiziert ihr die einfache Schlauch-/Glas-Methode mit Helfer oder verwendet ihr Geräte dafür?
Es gibt doch verschiedene Systeme, die auch ein Solist bedienen kann.

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon Red1600i » Do 22. Nov 2012, 18:03

Der 11er langt normalerweise. Aber bei älteren Geschichten sollte man auch den 14er für den Schlauch haben...

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon Newbuggy » Do 22. Nov 2012, 18:12

Das ist ein Wort!

Braucht man doppelte für die Verbindungen zwischen Schläuchen und Leitungen zum Gegenhalten?

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon buggycollector » Do 22. Nov 2012, 18:28

Ich entlüfte meine Bremsen nur noch mit Druckluft. Ich hab mir verschiedene Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel (was ein Wort :D ) besorgt und dann mit Druckluftanschluß oder mit einem Reifenventil bestückt (je nach Größe des Deckels) Dann gebe ich max 1,5 bar drauf und kann alleine die Bremse entlüften. Nicht vergessen nach jeder Leitung den Flüssigkeitsstand checken. Und den Druckminderer mit Wasserabscheider nicht vergessen :!: Denn Wasser hat in der Bremsflüssigkeit nix zu suchen :!:
Ansonsten natürlich mit durchsichtigem Schlauch und Plastikflasche. Ich hab mir eine 1,5 Liter Frostschutzflasche dazu genommen. Im Deckel ein Loch gebohrt für den Schlauchund um den Hals eine Hakenschlinge aus einem alten Kleiderbügel. Dann fällt auch nix um.

Schlüsselweite für die Bremsschläuche müßte 17mm sein.

Thema Trommelbremsen :!:
Wenn du Trommelbremsen neu machst, ist eine Bremsfederzange nicht schlecht. Um die Spannfedern wieder einzuhängen. Ich hab meine gebraucht aus ner alten Werkstatt.

Unbedingt beachten :!: Bremsflüssigkeit zum entsorgen nicht zum Altöl kippen. Immer extra am Sondermüllmobil abgeben. :!:
Gruß Holmer

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon Red1600i » Do 22. Nov 2012, 19:40

Das mit den max 1.5bar sollte man recht genau beachten.

Sonst hat man mitten drin mal einen Raketenstart vom Behälter. :shock:

Wortwörtlich 8-)

Kennt einer dieses Kinderspielzeug, wo eine Spielzeugrakete zur Hälfte mit Wasser gefüllt, aufgepumpt und abgeschossen wird? Genau das meine ich... :shock:

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon AHS IMP 1 » Do 22. Nov 2012, 22:28

Also bzgl Entlüften bevorzuge ich das 2-Mann-Pumpen.

Es baut ausreichend Druck auf, das die Luftblasen rausschießen!

Wenn ich mir die ganzen Problem-Themen im WWW mit den diffusen Problemen anschaue, dann liegts zu 99% daran, das sie die Luft aus den Säcken nicht rauskriegen. Als Ursache wird dann von defekten HBZ, RBZ + geqollenen Bremsschläuchen spekuliert.
Klar gibt es sowas. Diese Fehler kann man aber eindeutig eingrenzen.

Uwe
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Darum wenig Zeit für's Hobby + Forum. :cry:
zusätzlich noch Familienstress

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon buggycollector » Do 22. Nov 2012, 22:47

Pumpen ist der Tod des HBZ :!: Das sollte mittlerweile jeder wissen. Und zwar, weil beim Pumpen, der Dichtgummi des Bremskolben im HBZ über den sich dort gebildeten Korrosionsrand "schabt". Das muß nicht gleich zum Ausfall führen, kann aber im dümmsten Fall während einer Bremsung zum Ausfall führen.

Falls ich falsch liegen sollte, kann Martin (Red1600i) mich gerne berichtigen
Gruß Holmer

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Re: Werkzeug für Bremsanlage

Beitragvon Red1600i » Fr 23. Nov 2012, 19:37

Mit der Aussage liegst du absolut richtig. Pumpen bei einem alten HBZ mit innerer Korrosion zerstört die Dichtungen mit ganz wenigen Betätigungen.

Aber mal ganz ehrlich: sollte ein HBZ innen drin bereits Korrosion haben, ist er gut weiter. Er würde früher oder später auch ausfallen, eher früher... und dann ist es besser, er wird sofort geschrottet.

Am schonendsten ist nach wie vor die Unterdruck Methode mit einen Sauggerät. Überdruck über den Vorratsbehälter geht genausogut, nur ist es für den Behälter gefährlicher... Raketenstart wie oben.

Pumpen kann man mit neuen Teilen problemlos machen, es klappt einwandfrei, hab's früher immer so gemacht und hab nie was kaputtgemacht... ich arbeite aber immer nur mit Neuteilen und ich prüfe mein Zeug penibel vor dem Einbau auf Sauberkeit.

Die billigste Methode dürfte immer noch eine Polyethylen Laborflasche sein: zusammendrücken , Ventil auf, und über einen klaren Silikonschlauch saugen lassen. Das Ding braucht nur etwas Zeit, aber macht das ganz alleine perfekt. Und wegen der Blasen, die das Ventil reinsaugt übers Gewinde: etwas Kupferfett funktioniert da bestens. Es dichtet und verhindert später Rost. Es vergiftet auch nicht die Flüssigkeit, solange man nicht den Kegelsitz einsaut, sondern nur das Gewinde...


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