Werkzeug für Einsteiger

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AHS IMP 1
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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon AHS IMP 1 » Sa 27. Jan 2018, 19:18

Nein!!!
Das ist für Bleche absolut ungeeignet. Wenn du nur mal so 'n paar Stahlprofile, wie Winkeleisen zusammenbraten oder heften möchtest, dann mag es gehen. So im Bereich von (1mm) 2-4mm (6mm) Materialstärke.
Bei 1mm ist durch das Zündverhalten der Elektroden, bei niedrigem Schweißstrom, keine vernünftige Schweißnaht drin. Das macht keine Freude, wenn du "Kleks-an-Loch" hast. :(
Zudem sollte das Material frei von Lack, Rost + Verunreinigungen sein. Auch auf der Rückseite! ;)

Bei 6mm Material musst du die Schweißstelle insoweit vorbereiten, das du das Material mit Spalt + den Spalt V-förmig vorbereitest. Dann kannst du das Material mit mehreren Lagen Schweißnähten verbinden.

Aber ich kann keine Angaben über die "% ED" bei 80A finden. Also würde ich mal sagen so 5cm Schweißverbindung bei 6mm Material ist vlt. noch möglich.

Du solltest lieber nach einem Schutzgasgerät Ausschau halten!

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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon kaeferaachen » Sa 27. Jan 2018, 19:27

Wenn du um die 300€ entbehren kannst, ist unser Gerät zu empfehlen. Lutz hat das ja auch und ist zufrieden. Ist das Güde MIG 192/6K. Vermutlich ist das so die unterste Grenze bei der man etwas halbwegs Brauchbares bekommen kann. Gebrauchte Geräte kaufen geht auch, aber erfordert Erfahung. Da muss man sehen ob das Ding gequält oder gepflegt wurde.
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Flip Fusel
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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon Flip Fusel » Sa 27. Jan 2018, 20:38

Ne Schutzgas-Gerät wäre mir viel zu groß. Da hab ich keinen Platz dafür. Ich hab ja jetzt schon kaum Platz.
Es wäre halt gut eins zu haben, wenn ich alle paar Jahre mal was machen will. Aber sonst gehts mir ewig im Weg um.

Die Frage war eher, ob man damit am Auto überhaupt was machen kann? Wenn des dann nicht komfortabel und schnell geht is egal.

Versteh nicht warum man 6mm schweißen können soll, aber kein Blech. Die Stromstärke is ja einstellbar.
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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon Flip Fusel » Sa 27. Jan 2018, 21:07

Hmm was wäre denn eine gute Einschaltdauer?

Hier n Vergleich, is da n passendes dabei?
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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon AHS IMP 1 » Sa 27. Jan 2018, 22:57

@Flo, du gehst bei deiner Google-Suchoption von einer falschen Sichtweise aus!
...
Weil beim Elekrodenschweißen, die Elektroden bei niedriegen Schweißstromen, nicht sauber zünden und somit die Umhüllung nicht ihr innertes Schweißbadmilieu freisetzen kann.
Das ist überspitzt so, als wenn du versuchst mit Stromversorgung 'ner 12V Batterie + 100er Nagel 'n Schmelzbad hin zu bekommen. :?
Somit hat man das Problem des Sauerstoffeintrags! Sprich, jeder Schweißpunkt mutiert zum "Hammerschlag"! Und bevor du das Schmelzbad auf die Themperatur gebracht hast, das sich dieses Eisenoxid wieder reduziert, tropft es dir durch!

Also Klecksen, + Draufkleben kann man damit bei Blechen sicherlich, aber keine echte Schweißverbindung herstellen.

Die Beschreibung von deinem Gerät ist'n Witz! ...Edelstahl, Guss + verzinkte Materialien, ... ??? :lol: :lol: :lol:
Ich habe mit Elektroden-Schweißgeräten, seit meiner Jugend viel experimentiert. So manches ließ sich zusammenbraten + zukleben. Von 'Schweißen' möchte ich da nicht reden!
Ich habe später die Konstruktion von einigen meiner Gewächshäuser + die Einrichtung per Elektrode geschweißt. Auch tragende Stahlträgerverlängerungen. Mit einem Profi-Gerät + ensprechenden Elektroden ist Elektodenschweißen immer noch meine 1.Wahl.
Aber "Bleche-heften" würde ich mir mit so'n Inverter nicht zutrauen!
"Nachbar-Diethelm" hatte auch mal so'n 200A-Profiinverter. Da habe ich auch alles mit experimentiert.
Der hatte zwar 'n weicheres Zündverhalten, hat aber schnell Exitus bei unserer Anforderung gesagt. Und Dünnbleche konnte man da auch nicht mit schweißen!


Also die Frage, ob du damit überhaupt was anfagen kannst?
Klar, Damit kannst du 'n Tischgestell oder Regal zusammenbraten!
... aber bei der Blechkarosserie reicht es nichteinmal für Flickschusterei+Bastelei.

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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon Flip Fusel » So 28. Jan 2018, 00:05

Ich versteh das jetzt so, dass bei der Stromstärke, die für Bleche notwendig ist, das System noch garnicht richtig arbeitet. Und ich deswegen zu viel Stromstärke einstellen müsste und es mir da die Bleche durchschiesst. Für dickere Materialien, passt es wieder zusammen.

Ok, dann is so n Teil nix für mich. Dann bleib ich erstmal ohne Schweißgerät. Für ein größeres hab ich einfach keinen Platz.

Danke für die ausführliche Erklärung. :D
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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon Vari-Mann » So 28. Jan 2018, 10:20

Hatten wir das nicht alles schon in Steffi`s Schweißgeräte Thema erklärt ?
Flo,ev solltest du in dem Thema nochmal nachlesen

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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon Flip Fusel » So 28. Jan 2018, 18:04

Ja da is schon einiges an Info drin, hatte nur nicht raus gelesen, dass Inverter nicht für dünnes Blech geeignet sind.
Aber nicht so schlimm, war nur ne fixe Idee wegen der geringen Größe.
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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon kaeferaachen » So 28. Jan 2018, 18:08

Unser Schweißgerät ist auch ein Inverter. Trafo-Geräte sind die ganz Großen. Elektrode und dann Inverter in der Leistungsklasse ist das Problem, soweit ich das von Uwe verstanden habe.
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Re: Werkzeug für Einsteiger

Beitragvon AHS IMP 1 » Mo 29. Jan 2018, 00:48

Ja, Elektrodenschweißen + Dünnblech ist 'n Problem!
Egal ob mit Inverter oder Trafo. Das Problem liegt in der Elektrode ansich! Die Umhüllung erzeugt "ihr-Schutzgas" erst nach dem "Brennen" frei. Bei Schutzgas, auch bei WIG + Autogen ist das anders! Da hast du schon das Schutzgasmilieu, bevor das "Eisen" hochreaktiv (rotglühend) ist.

Flip Fusel hat geschrieben:... das System noch garnicht richtig arbeitet. Und ich deswegen zu viel Stromstärke einstellen müsste und es mir da die Bleche durchschiesst. ...

Eigentlich nicht, ....
..., aber schon beim Starten der Elektrode versaust (versauerstoffst) du das 1. Schmelzbad. Dieses "verbrannte-Eisen" neigt schneller zum Durchtropfen. Sollte die Elektode erstmal brennen + das Schmelzbad vernünftig sein, schweißt man den "Start" über. Also wenn man eine Naht ;) schweißen kannt. Dann schwimmen diese Verunreinigungen als Schlacke auf.
Beim Dünnblech hat man das Problem, das durch die geringe Materialstärke, das Schmelzbad auch auf der Rückseite sehr schnell glüht + wie bei allen anderen Schweißverfahren, oxidiert.
Bei Elektrode zu Anfang auch auf der Oberseite. Wenn man sich mal das Verhältniß von Oberfläche zu Materialstärke vor Augen führt, kann man 'n Teil der Probleme des Dünnblechschweißens nachvollziehen.
Wärmeaufnahme + Wärmeabtransport wäre die nächste Denksportaufgabe, um das Gefühl für 'n vernünftiges Schweißergebniss zu bekommen.
Ich will ja nicht das Mauk schlechtreden, sondern die Möglichkeiten + Grenzen aufzeigen.
Da ist der "eiserne-Daumen" gefragt, statt des grünen Daumens, was man damit anfangen kann.

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