Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Technik rund um den Käfer
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Vari-Mann
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Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon Vari-Mann » Sa 18. Aug 2018, 11:05

Nachdem wir ja hier schon einge Themen haben wo es um Ölwechsel im Getriebe geht mache ich hier mal einen Thread auf wo Erfahrungen zusammengetragen werden.

Erschreckend war vor einiger Zeit der Käfer vom Uwe,da ging es ja zuerst nur um Geräusche und dann kam raus das der Gute nur noch 0,25 Liter Öl im Getriebe hatte.

Mein CSP Getriebe hat seine erste Ölfüllung 1998 bekommen. Nach nun 4-5 Jahren der geistigen Vorbereitung fühlte ich mich genötigt das mal zu tauschen.
Naja,eigentlich auch nur weil ich in letzter Zeit Geräusche höre die ich nicht dem Motor zuordne sondern eher dem Getriebe oder den Radlagern.Alles aber gleichalt und nur echte VW Teile.

Und bei dem Thema vom Uwe wurde mein Gewissen immer schlechter ob ich da auch nur so wenig Öl drin habe.Leicht feucht ist es ja seit Jahren schon,tropft aber nicht.
Nur muß man ja irgendwo anfangen das Geräusch einzuorden.
Also erstmal Ölwechsel und schauen was da so raus kommt .

Was drin sein soll hat mir ende der 90er mal ein VW Mitatbeiter aus deren Unterlagen kopiert
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Eingefüllt habe ich dann:
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Allerdings habe ich erst jetzt festgestellt das da keine VW Freigabe drauf ist.
Aber man lernt ja nie aus.
Abfüllung war wohl so um `97 ,hab ja die Flasche noch.
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Auch dieser Aufdruck ist interessant. Bestimmt damit die beim Verkauf in USA nicht die Flasche falschrum halten und es daneben kippen weil es dann ja blubbert beim rauslaufen.Das könnte Klagen in Millionenhöhe geben.
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Verfluchen könnte ich den der die Einfüllschraube so fest gemacht hat,ich mußte da echt mit mehreren Verlängerungen dran und einem Drehmoment.
War bestimmt so ein Jugendlicher der nicht wußte wohin mit seiner Kraft. An den alten Mann der da später mal dran muß hat der bestimmt nicht gedacht.
Wenn ich den erwische ;)
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Verschlußschraube raus. Ölstand mit dem Finger unter der Kante zu ertasten,soweit ok.
Man kann sogar sehen das zumindest der dritte Gang grobferzahnt ist.Das ist ja auch schonmal gut für Leistung. Den 4ten versuche ich mit der Minicam heute noch zu sehen.
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Es geht los,Schraube raus

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Der Strahl !
Sieht fast so aus als ob da im Öl ein Glimmerteilchen mit raus kommt,kann man das erkennen?
Untere drittel im Strahl.
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Und nun beim ablaufen.
Wer genau hinsieht erkennt das saubere Öl und das verunreinigte.
Ich war am Vortag 250km Autobahn brettern,da war alles nochmal gut durchgemischt.
Jetzt erkennt man wo es sich schon wieder abgesetzt hat was da so schwebt.Klares und undurchsichtiges Öl.
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Die Magnetschraube:
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Auf erster Brockensuche:
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Beim ablöschen des Schleim auf Papier und anschließender absaugung des Bremsenreinigers nach unten in anderes Papier:

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Und was dann über geblieben ist an Silber nach dem ablüften vom Papier:
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Die Brösel in der Fangwanne und das Öl mit Glimmer,was aber normal ist bei einem ungefilterten Ölkreislauf.
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Die abgelassene Ölmenge:
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Das ist nun aktueller Stand.
Befüllen und weitere Sichtungen heute Nachmittag.

Ob dieses Glimmerzeug nun erst entstanden ist seit dem der 2,1er da hinten schiebt ober ob es schon vorher war kann ich leider nicht sagen.
Bin nun gespannt ob ich mein neues Geräusch wieder höre.Ich denke schon.Denn wenn diese Brösel erst entstanden sind nachdem der Dicke eingezogen ist fangen nun die Getriebelager an sich zu zerlegen.Kann aber auch von einem Radlager kommen.Weiß ich noch nicht genau.Ernsthaft gehört habe ich das ja erst Vorgestern.

Getriebe ist wie gesagt bei CSP gekauft 1998 mit geänderten Übersetzungen.Bisher ca 54tkm bei mir gelaufen.
Ob die damals nur Neuteile verbaut haben bezweifel ich.Daraus könne aber dann Glimmer entstehen wenn plötzlich Radpaarungen zusammen laufen müssen die sich noch nicht kannten bis dahin.

So,und nun könnt ihr mal eure Bilder und Erfahrungen hier einfügen zum Getriebeölwechsel.

Vari-Mann

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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon kaeferaachen » Sa 18. Aug 2018, 11:33

Dein altes Getriebeöl ist heller als mein Altes. Diesen Glimmer hatte ich auch und meine Ablassschraube war noch weiter zugewachsen mit den Mikrospänen. Das sieht man hier ganz gut viewtopic.php?f=25&t=1605&start=420
Bei dir waren es ja 20 Jahre, ich vermute in meinem wars der erste Ölwechsel. Das Öl roch auch fast nicht mehr. Neues Getriebeöl stinkt ja zum Himmel. Daher werden die Späne bei dir wohl normal sein.
Mein Getriebe brummt und mahlt langsam vor sich hin, relativ egal bei welcher Drehzahl oder welchem Lastzustand. Angst, dass es hochgeht hab ich nicht. Ich glaube Helmut hört schon seit 25 Jahren Geräusche an dem Getriebe im Grünen :lol: Bei dir ist natürlich etwas mehr Dampf hinter als bei unseren Serienautos.

Und das Lösen der Schrauben ist echt so ne Sache. Ich habe noch einen jungen Kerl als Schrauberhilfe, der solche festen Schrauben auf bekommt. Der hat aber auch dran gehangen bis die sich gelöst hat :lol: Beim Einsetzen habe ich Kupferpaste dünn draufgestrichen. Mal schauen ob ich mich in 10-20Jahren drüber freue...

Zum Einfüllen empfehle ich übrigens einen Aquarienschlauch. Sauberer und bequemer kann man es nicht einfüllen. Auch wenn der Motor drin ist, kann man den Schlauch im Radkasten nach oben führen.
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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon Flip Fusel » Sa 18. Aug 2018, 12:10

Schaut fast aus wie Kaba! :D

Schön beschrieben und bebildert.

Bei meinem Getriebeölwechsel sah das ähnlich aus, etwas schwärzer. Ich habs aber nicht so genau auf Teilchen untersucht. An der Ablassschraube war damals nicht viel dran.

Was ich anders gemacht habe: Ich bin direkt vor dem Wechsel gefahren, damit das Öl etwas wärmer ist.

Naja und du weisst ja wie die jungen Wilden sind, nach fest kommt ab. Ich zieh Schrauben auch immer nach Vorschrift+Gefühl an. :D
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In dem Honig musss n VW Motor drin sein, der läuft und läuft und läuft.

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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon Flip Fusel » Sa 18. Aug 2018, 12:13

Zum Schlauch, bei meinem Getriebeölwechsel war ein Schlauch im Deckel integriert, den man ausziehen konnte. Ging super.
Ansonsten machen wie beim Spritklau, dann kann man sich gemütlich daneben hocken und warten bis es fertig ist. ;)
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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon Vari-Mann » Sa 18. Aug 2018, 14:11

Stell doch dein Bild mal hier ein wo du am Höckerchen daneben gesessen hast ;)

Die Einfüll und Ablaßschraube bekommen nach WHB nur 20Nm ,hab ich eben nachgesehen :?

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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon kaeferaachen » Sa 18. Aug 2018, 14:28

Das sind so konische Schrauben, da habe ich mich auch nicht getraut fest anzuziehen. Mit den Jahren gammeln die vermutlich sowieso fest. Am Getriebe ist gefühlt immer Oxid. Bei meinem ist das sogar so ein gelbliches Zeug, das wie Stein aussieht :|
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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon Vari-Mann » Sa 18. Aug 2018, 14:30

Das ist Stein !
Fred Feuerstein hatte ja nur Holz und Steine für seinen Wagen 8-)

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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon Vari-Mann » Sa 18. Aug 2018, 14:46

Befüllung ist nun fertig.
Hab Heute den durchgetrockneten Abrieb mit einem Magnetstab aufnehmen können.
Also nix Alu vom Gehäuse.Stahl vom Laufwerk.
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Befüllen ging besser als ich dachte.Den Einfüllschnuller der Flasche ins Loch und ab ging es.

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Full Up !
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Das neue Öl
Mist,hab ja gar keine 6 Gänge,hoffe das Getriebe klemmt nun nicht:

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Flaschenherstellungsdatum,also zumindest keine abgehangene Lagerware
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Und was über geblieben ist von den 3 Litern.Kleckerverluste mal ausgenommen passt das mit der damaligen Menge recht gut überein.
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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon vw71h » Sa 18. Aug 2018, 15:27

Bei TIffy kam vor 7 Jahren nur noch ein wenig schwarze Honigbrühe unten raus. Dann habe ich da GL5 er rein, auch wegen dem Dif.
In das neu überarbeitete AT Getriebe, das ja kein Dif drin hat, habe ich dann aber wieder normales GL 4 eingefüllt, weil mir das 5 er im Winter zu zäh vorkam
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Re: Getriebeöl VS "Der Ölwechsel"

Beitragvon Vari-Mann » Sa 18. Aug 2018, 15:42

GL5 war mein altes,das neue ist nun ein GL4+ ,also so ein Zwischending aus 4 und 5.
Aber alles vollsynthetische Öle.

Wenn ihr alle so eine schwarze Suppe da rausgelasen habt darf ich mich ja gar nicht beschweren über meins.War ha noch goldfarben mit Schwebeanteilen.

Aber moment,dein Sperdiff,das arbeitet mit Lamellenkupplungen,das könnte dann verantwortlich sein für die Schwarzfärbung


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