Full Flow Öldeckel

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Red1600i
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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Red1600i » Fr 13. Dez 2013, 18:57

Die Frage ist recht einfach zu beantworten: Serie genügt, also 26mm. Mit dem Kühler an der Hinterachse steigt der Förderbedarf kaum an.

Aber um dich zu beruhigen, kauf ruhig die größere 30er oder 32er Pumpe, ist ok. Du montierst ja auch den Deckel mit dem Druckregler, fördert die Pumpe zuviel, begrenzt der Regler den maximalen Druck auf ungefährliche Werte und auch bei etwas Verschleiß oder schlechterer Qualität kommt immer noch genug Fördermenge an.

Suche dir eine gute Schadeck oder eine der sauteuren Grauguss Melling Pumpen, es klappt mit dem Deckel.

Der Serien Ölkühler wird es dir danken, er macht vieles sehr einfach. Keine Umbauten am Kasten, nix, einfach reinschrauben.

Nur: prüfe vorher deine Nockenwelle auf 3- oder 4-Punkt. Da ist so viel schon rumgebaut worden.

Ups... durch den Serien Kühler wird es nötig, den FullFlow zu bohren. Das ist keine schlechte Lösung, nur achte darauf, dass dir die Firma kein M18 einredet, sondern kleiner. Und klebe den Nippel dafür ein, schraube NIEMALS eine Augenschraube da rein. Die zieht dir das Gewinde raus. M14 oder M16 von CSP schön in eloxal blau/rot... Aeroquip Dash 8. Seit 10 Jahren kein Öltropfen, dicht.

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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Max » Do 19. Dez 2013, 19:30

Ok, ich werde mich für die Luftfahrtanschlussdinger entscheiden.

Weiter gehts. Die ersten Teile trudeln ein. Die 30er-Schadeck ist auch unterwegs.
Unter anderem ein geschenkter, neuer Ölkühler. Der mir aber jetzt so in der Hand klein vorkommt, ich hab mal ein Bild angehängt. Ist ein Kühler von BEHR aus Alu. Wird der reichen als FF-Kühler bei einem 1,6er der nur erhöhte Verdichtung hat? Er hat die Maße 310mm x 35mm x 35mm, 10er-Bohrungen und 7 Reihen.

Der Serienkühler fliegt nun doch raus, ist undicht. Voraussichtlich verzichte ich auf ihn, da ja eh die Klappen und der Thermostat fehlen....
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Red1600i
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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Red1600i » Fr 20. Dez 2013, 09:12

Als Zusatzkühler würde er locker reichen, aber als alleiniger Hauptkühler... hmmm, etwas grenzwertig. Ich empfinde ihn als etwas klein.

Wenn er voll im Fahrtwind steht, müßte ein 1600er damit klar kommen. Hinter dem Nummernschild verdeckt wird er schon zu klein werden.

Egal, wennst ihn schon hast, probier's aus. Bau die Halterung so, dass du den Kühler nochmal tauschen kannst falls nötig. Er ist immerhin schönes Alu und das bringt bereits mehr als so mancher /8 aus Messing.

Wenn du die Leitung nach vorne in Metall machst, Stahlrohr verzinkt (bloß kein Kupfer...), dann kühlt das auch zusätzlich.

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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Max » Sa 22. Feb 2014, 10:06

Hallo.

Mein Gehäuse ist ja eines aus 1967 -- also nur mit dem hinteren Regelkolben bei der Riemenscheibe. Vorne am Schwungrad ist kein Regelkolben.
Der Motor ist ein 1776 mit Einkanalköpfen und 34-Pict3 mit Schliessdämpfer, Serienauspuff, J-rohre.

:arrow: :arrow: Ich werde nun ja den Stahl-Ölpumpendeckel von Hoffmann-Speedster mit dem Regelkolben montieren. Von da soll es an den Ölfilter gehen. Dann wieder zurück ins Gehäuse über den FullFlow-Adapter anstatt des hinteren Regelkolbens.
Ölkühler wird erstmal serienmässig bleiben ( mit Hundehütte usw.). Zusatzkühler mit separatem Ölthermostat kommt später - oder wenn alles klappt nie.

Diese Frage beschäftigt mich nun seit einigen Tagen wieder vermehrt:
:?: Wird die Ölschmierung so funktionieren? :?:

Gruss, Max.

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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Red1600i » Sa 22. Feb 2014, 15:36

Nein, wird es nicht.

Beim Einkolbengehäuse übernimmt der Regelkolben 3 Wege Positionen anstelle der späteren 2 Wege Positionen.

2 Wege: Ölkühler oder direkt zu den Lagern

3 Wege: Ölkühler oder direkt zu den Lagern oder bei Überdruck ins Gehäuse.

Die Entlastungsbohrung sitzt beim 3 Wege weiter oben. Schraubst du den CSP Adapter rein, wird die Bohrung nicht abgedeckt, ein Teil des Öls wird direkt ins Gehäuse abgelassen. Er wird keinen Öldruck aufbauen.

Solltest du diesen Fehler beheben, indem die Bohrung verschlossen wird oder der Adapter umgebaut wird, dann gibt es kein weiteres Überdruckventil im System ausser dem Druckbegrenzer im Pumpendeckel... das wäre schon ein gewisses Risiko. Er funktioniert aber soweit recht brauchbar als Begrenzer.

Besser wäre es aber, die FullFlow Bohrung wie üblich zu setzen, da sonst ein Serienkühler bei diesem Konzept unmöglich wird. Ich halte es bei einem Seriengebläse für unnötig, auf den Serienkühler zu verzichten. Abgesehen davon, musst du ja nach wie vor den Adapter umbauen... den es so nja icht gibt. Der FullFlow Adapter ist schließlich nur für 2-Kolben Gehäuse... doof ist nur, dass da niemand drauf hinweist, dass er mit 1-Kolben nicht funktioniert. Oder gibt es da mittlerweile eine weitere Version?

Check mal die Höhe des Viton Rings am Adapter zur Entlastungsbohrung. Ich bin mir sicher, dass er die nicht abdecken kann...

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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Max » Sa 22. Feb 2014, 16:21

Danke Martin, für die sehr gute Erklärung. Einleuchtend.

Ich warte nun mal bis der Adapter nächste Woche kommt und prüf das mal. Noch kann ich ja die Bohrung setzen lassen -- ist ja noch nichts zusammengebaut.

Soweit ich weiss gibt es nur die eine Variante, halt entweder für Dash oder Ringschraube.

Wenn eine zusätzliche Bohrung gemacht ist könnte ich doch im Prinzip auf den CSP-Adapter verzichten und mir einen normalen Anschluss z. B. aus der Hydraulikabteilung besorgen?
Oder den geraden Bulkhead-Durchführungs-Anschluss aus dem Aeroquip-Sortiment.

Welche Stelle ist denn eigentlich ideal für eine solche Bohrung?


Gruss,
Max.
Zuletzt geändert von Max am Sa 22. Feb 2014, 19:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon kübelaner » Sa 22. Feb 2014, 17:33

Hallo,

ich kann den Adapter aus deinem Link nicht sehen, vermute jedoch, daß Du ein Blockthermostat verlinkt hast.
Blockthermostate, anstelle des Serienölkühlers für den Typ1-Motor gab es schon von Riechert und Schrick u. a. zu "Neuwagenzeiten", insbesondere für leistungsgesteigerte Motoren..
Ist bei mir auch verbaut. Das Riechert-Blockthermostat öffnet bei 85° und gibt den Weg zu einem Typ4 Ölkühler frei, den ich ähnlich, aber weit weniger elegant, wie Red1600i befestigt habe und zurück. Ölfilterung übernimmt eine Filterölpumpe. Eines Jahres versuche ich mir solch einen Alu-Keil wie in der Anleitung zu beschaffen.
Funktioniert wunderbar, Riechert und Co. wussten bestimmt genau, was sie da tun.
Ist halt auch alles Ansichtssache: ..... mit oder ohne Serienölkühler .......... hoffentlich breche ich jetzt hier nicht erneut diese Grundsatzdiskussion vom Zaun. ;)

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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Max » Sa 22. Feb 2014, 19:10

Eigentlich war solch ein Sandwichthermostat angedacht. Mittlerweile bin ich davon abgekommen, weil ich zufälllig an ein Thermostat von einem BMW-Motorrad gekommen bin, dass mir sehr gut geeignet scheint. Das Schraube ich dann separat irgendwohin....

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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Red1600i » Sa 22. Feb 2014, 19:20

Die FullFlow Bohrung ins Gehäuse kommt eigentlich immer an diese Stelle, wo der Hauptkanal nach oben geht. Es gibt da eigentlich recht wenig andere Möglichkeiten.

Die eleganteste Lösung ist halt eine Filterpumpe mit zwischengeschaltetem Thermostaten zu verbauen. Das ist das preiswerteste überhaupt und technisch absolut perfekt. Hat halt nur den Nachteil, dass man hier nur wenig Auswahl hat an Pumpen, Deckeln,... und Platz zum Auspuff. Beim Auspuff fangen dann nämlich die Probleme an, das kann arg eng werden. Und nicht alle Filterpumpen haben die Leistung, das Öl bis nach vorne zu bekommen. Aber für seriennahe Sachen geht es nicht simpler und preiswerter. Diese Thermostate gibt es sehr preiswert im Zubehör, schönstes Alu, Stopsel... da gibt es echt tolle Teile für so 50-80 Euro. Insbesondere sehr wartungsfreundlich zum zerlegen, reinigen oder nachrüsten. Das sind Universalteile...

So, jetzt nochmal die Bohrung. Der Ölkanal wird von VW gebohrt im Guss, der Guss hat Toleranzen, das Bohrwerk und natürlich das Spannwerkzeug für die Befestigung des Gusskörpers. Da sind etliche Millimeter versteckt... und da kann der Kanal mal recht nah der Oberfläche kommen. Er ist glaub ich 12mm dick... es ist also unnötig, riesige Adapter reinzumachen.

Bohrt man ein M18 Gewinde rein, ist die Wanddicke örtlich unter 1mm Magnesium. Macht das ein Pfuscher, platzt es einfach. Genau das hat ein bekannter Motorbauer bei mir geschafft, ein nagelneues Gehäuse zu vermurksen. Ich empfehle deshalb M14 oder M16.

Noch was: Magnesium ist spröde, ein Alptraum von rissempfindlich. Hier wird gerne eine Hydraulik Verschraubung eingesetzt, eine Hohlschraube. Diese Hohlschrauben benötigen eine perfekte glatte Aussenfläche um dicht zu werden. Dann zieht man diese Schraube an... und schält Gang für Gang raus. Merkt man nicht, bis die Schraube lose durchgeht und leckt... oder das Gehäuse knackt. Jep, Längsriss durchs Gewinde. Abgesehen davon: Magnesium ist an der Stelle auch selten dicht... und Hohlschrauben einkleben kommt nicht gut.

Ich empfehle, an dieser Stelle einen Nippel einzukleben, eben so einen Dash 8 mit M14. Dann bleibt genug Material dran und er geht noch knapp am Keilriemen vorbei. Einer der Gründe übrigends, warum ich kleinere Riemenscheiben liebe... mehr Platz.

Max
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Re: Full Flow Öldeckel

Beitragvon Max » Sa 22. Feb 2014, 20:16

Hallo.

Die Frage an dieser Stelle: Mein Gehäuse ist eines aus 1967 -- ist das Magnesium? Kommt mir vor wie Aluguss.

Und: Filterölpumpe wäre ja schon was - aber da braucht man ja einen verstärkten Filter?

Falls ich doch dahin muss mangels Möglichkeiten das Gehäuse anzubohren, wäre ein Stahlölpumpendeckel mit Regelkolben zu verkaufen.... :lol:


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