Mein PCS-L Neuaufbau

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JonHue
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Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon JonHue » Sa 23. Jan 2016, 22:28

Hallo,
ich habe gerade angefangen meinen Buggy wieder herzurichten. Da ich mich mit den Eigenheiten des Käfers / Buggys nicht genau auskenne, will ich hier berichten und hoffe, ihr könnt mir etwas unter die Arme greifen.


Zuersteinmal die Daten (soweit mir bekannt):
FIN (ursprünglich): 119345235
Bremsen: Vorne Scheibenbremsen, hinten Trommeln
Hinterachse: Pendelachse
Vorderachse: Kugelgelenk
Getriebe: "AB"
Baujahr: '69
Käfer 1200 oder 1300
Verbaut ist ein Ford V6.

Wäre klasse, wenn ihr mal darüberschauen könntet, ob das passt.



Hier mein bisheriger Plan:

Ich will zuersteinmal die Karosse herunternehmen und alles zerlegen. Sämtliche Leitungen etc. sind teils schon porös, daher will ich das alles ersetzen.
Die Bodenplatte werde ich soweit abschleifen / abstrahlen und neu lackieren.
Da der Bremsflüssigkeitsbehälter im Fahrerfußraum wohl etwas übergelaufen ist, ist der Fahrerfußraum komplett mit Bremsflüssigkeit versifft.
Die hinteren Fußräume sind leider auch etwas in Mitleidenschaft gezogen worden (von der Batterie), allerdings nicht durchgerostet.
Ich bin den Buggy den ganzen Sommer gefahren und hatte daher auch schon einige Probleme feststellen können.
Mein Hauptproblem sind die Bremsen. Die Vorderräder blockieren eigentlich immer direkt und daher ist die Bremsleistung insgesamt sehr bescheiden.
Ich hoffe das Problem mit 19mm Porsche Radbremszylinder hinten, neuen Reifen vorne und einer Überholung des kompletten Bremssystems in den Griff zu bekommen.

Bisher habe ich mir schon folgende Teile besorgt, die auf den Einbau warten:
- neue 19mm Radbremszylinder hinten
- neuer Hauptbremszylinder + Bremslichtschalter
- neuer Bremsflüssigkeitsbehälter + neue Bremsflüssigkeit
- el. Wasserpumpe + Heizungskühler + Lüfter (zur Verbesserung der Kühlung)
- neuer Anlasser
- Kabel / Elektronik, Sicherungshalter, Rfid-Schloss etc.
- neue Scheinwerfer vorne
- neue Rücklichter + Rückfahrscheinwerfer
- neue Blinker vorne
- neu Drehzahlmesser, Voltmeter und Temp-Anzeige


Was auf jeden Fall noch neu kommt:
- Vorderreifen
- Wasserschläuche (sind recht porös)
- Öl, Getriebeöl, Wasser etc.
- Benzinleitung
- Bremsleitungen
- evt. Radio / Lautsprecher
- je nach Zustand: Bremsleitungen, Bremsen
- Tankgeber
- evt. Kupplung (vermute, dass sie ziemlich fertig ist)
- komplette Elektronik


Der Buggy hat außerdem das Problem, dass die Kupplung nicht so funktioniert, wie ich mir das wünsche.
Schleifen geht praktisch nicht und sie funktioniert überhaupt nur auf den letzten 1-2cm des Pedalwegs.
Man kann das Pedal also fast komplett herauslassen, ohne dass sich der Wagen bewegt. Dann gibt es praktisch nur An/Aus.
Denke wohl hier ist die Kupplungsscheibe durch, oder die Kupplung verstellt. Was meint ihr?


Was würdet ihr an Verschleißteilen noch gleich tauschen, wenn die Karosse unten ist?

Freue mich auf eure Meinung dazu ;)
Gruß,
Jonas

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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon AHS IMP 1 » Sa 23. Jan 2016, 22:59

Erst mal ein herzliches Willkommen. Endlich Verstärkung für die Buggyfraktion. :D

... aber auch gleich ein paar kritische Fragen.
Hat er eine deutsche Zulassung als Buggy? Die FIN deutet nicht darauf hin!

Das die Vorderachse, bei dem dicken V6, im leichten Buggy überbremst, ist klar!
Du musst die hinteren Beläge sehr eng einstellen, damit die HA möglichst früh anspricht.
69er? Da müsste eigentlich schon das neuere Bremsankerblech für die 40mm Beläge verbaut sein. Wenn nicht musst du auf die breiten Beläge umrüsten.

Bei der Kupplung würde ich erstmal den Pedalweg über die Seillänge korrigieren. Aber es kann natürlich auch an der Mechanik vom Ausrückhebel oder Geometrie des Ausrücklagers liegen.

Uwe
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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon JonHue » Sa 23. Jan 2016, 23:20

Hi,
Danke :)


Klar, er ist zugelassen, angemeldet und hat ein H-Kennzeichen. Die FIN ist nur die "originale" der Bodengruppe. Daher auch das "ursprünglich" in Klammern.
Mit der TP FIN kann man ja keine Daten wie BJ. ableiten.


Die Bremsen habe ich mir noch nicht angeschaut, das werde ich dann aber sicher beim Verbauen der neuen Radbremszylinder sehen. BJ' 69 wurde mir so in einem anderen Forum gesagt. Ich werde es mir aber anschauen und darauf achten. Danke für den Tipp!


Ich denke nicht, dass das bei der Kupplung Einstellsache ist.
Wäre sie verstellt, müsste die Kupplung ja entweder immer schleifen, oder rutschen, oder?
Lässt man das Pedal komplett heraus, überträgt sie problemlos die Kraft, ohne zu rutschen. Man hat eben nur keinen Schleifpunkt.
(das ganze ist irgendwie blöd in Worte zu fassen.)
Trete ich das Pedal nur 3-4cm trennt die Kupplung schon komplett.

Gruß,
Jonas

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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon AHS IMP 1 » Sa 23. Jan 2016, 23:32

Kupplung:
1. die Seileinstellschraube rausdrehen. (Seilverlängerung) Und das Kupplungsspiel einstellen.
2. die Stellung des Kupplungshebel am Getriebe begutachten.
Hoffentlich passt er nur zum Pedalweg nicht. Ansonst passt die Geometrie nicht zum Ausrücklager/-welle. Bzw zum Verschleiss/Überarbeitung deines Ausrücklagers/Druckplatte/Scheibe/Schwungrad.
Bei den Adapterplatten auf Fremdmotoren muss man alles neu berechnen + einstellen.

Uwe
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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon JonHue » So 24. Jan 2016, 12:10

Danke, werde ich so machen.

Wahrscheinlich werde ich die Kupplung aber vorsorglich trotzdem einfach tauschen, oder zumindest anschauen.
Wenn die Karosse schonmal unten ist macht es das ja erheblich leichter, zumal ich sowieso Teile des Motors überholen will.
Gruß

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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon Buggyboy » So 24. Jan 2016, 14:19

servus Jonas!

Dein Granada-Motor hat wohl 90 PS, da an der Hinterachse noch Trommeln verbaut sind.

Das Blockieren vorn könnte am verhärtetem Gummi der Reifen liegen- wenn Du neue drauf hast, ist der Grip
wahrscheinlich wieder besser. Vielleicht kannst Du auch etwas mehr Gewicht auf die Vorderachse bringen, indem
Du die Batterie nach vorn verlegst? Zur Not auch in den Beifahrerfußraum, da bringt es auch schon was.

Auch bei den hinteren Reifen würde ich das Herstellungsdatum kontrollieren,
der Grip mag auf trockener Fahrbahn ja ausreichend sein- wehe, es wird feucht.... :o

Die ersten Wochen bin ich mit den alten Socken (ca. 25 J.) gefahren- trocken kein Problem- aaaber....
Inzwischen fahre ich vorn Winter- und hinten Ganzjahresreifen von Toyo (195/60-15 und 275/60-15),
da ich zu jeder Zeit mit dem Buggy fahren will- also auch im Winter- das war früher so und bleibt auch so... :mrgreen:
Nur zur Info- den GF haben wir im Sommer 1975 gekauft, ab '93 bis 2014 war er abgemeldet.
Den Umbau kannst Du hier nachlesen.

Viel Spaß und wenig Probleme beim Herrichten

Gruß Thomas
Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren.

(Leonardo da Vinci, ital. Erfinder u. Maler, 1452-1519)

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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon JonHue » So 24. Jan 2016, 14:28

Hallo Thomas,
deinen Thread habe ich mir auch schon durchgelesen. Da sind auch einige für mich Interessante Dinge dabei.

Bei den Hinterreifen werde ich mich auch nach neuen umschauen. Nur habe ich schon Angst nach dem Preis zu schauen bei 295/50R15 :?

Unter normalen Umständen fahre ich aber auch nicht bei Regen. Da mein Verdeck seitlich immer offen ist, ist das sowieso suboptimal.

Bei Schnee will ich ihn aber auf jeden Fall zumindest mal ausprobieren.


Der Motor ist mit 90PS !eingetragen! ;) :lol:

Gruß,
Jonas

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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon JonHue » Fr 29. Jan 2016, 22:54

Soo... Gestern war die letzte Klausur, es konnte also losgehen.
Ich habe ihn heute soweit zerlegt, es muss nur noch die Karosserie runter.
Hat bisher alles gut geklappt... nur die Karosse wehrt sich :/

Anscheinend wurde sie, wenn ich es richtig sehe, mit Silikon aufgeklebt. Alle Schrauben sind draußen, aber sie bewegt sich keinen Millimeter.

Hier mal ein paar Bilder:
Teils ist sogar noch die Originalfarbe raus gekommen :D

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Gruß,
Jonas

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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon JonHue » Mo 1. Feb 2016, 22:08

Die erste Hürde ist geschafft :D

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Re: Mein PCS-L Neuaufbau

Beitragvon JonHue » Fr 5. Feb 2016, 18:58

Hi,
ich bräuchte mal wieder eure Hilfe.
Da ich demnächst die nächsten Teile bestellen will, wollte ich fragen, ob die folgenden Sachen so in Ordnung sind:

Lenkungsdämpfer: Link
Lack für die Bodenplatte: Brantho Korrux 3in1
Benzinschlauch: Link


Dann welchen Schlauch kann ich für die Verbindung von Hauptbremszylinder - Bremsflüssigkeitsbehälter verwenden? Geht da auch der Benzinschlauch?



Welche Reifenkombination würdet ihr eher für den Buggy verwenden? (sind beide eingetragen)
205/60R15 + 295/50R15 oder 185/70R15 + 27560R15


Was meint ihr zu den Stoßdämpfern?
Er war jetzt nicht auffällig beim fahren und sie sind auch nicht siffig. Hinten sind gelbe Bilstein verbaut, vorne kann ich nichts erkennen. Alter ist aber eben unbekannt :/

Die Substanz ist echt noch absolut Top und besser als erwartet. Soweit ich bisher alles sehen kann sind nirgends Schweißarbeiten o.ä. nötig :D

Gruß,
Jonas


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